OB-Wahl Bruchsal

10 Tage danach… ein Update

Posted in Uncategorized by Jochen Wolf on 4. August 2009

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Nach nahezu einer Woche Pause denke ich, dass es an der Zeit ist, sich -erholt vom OB Wahlkampf- wieder der Bruchsaler Kommunalpolitik zuzuwenden.

Zum einen möchte ich nochmals kurz darüber berichten, wie die von mir gestellte Frage zur “Briefverteilung” beantwortet wurde.

Zum anderen möchte ich ebenfalls noch ein paar Anmerkungen zum Thema “Schlammschlacht” etc., der verschiedentlichen Darstellung der Initiative für eine transparente Politik in Bruchsal und meinem Weblog in der Öffentlichkeit machen.

Dann bleibt noch zu fragen, was denn der aktuelle Stand in Sachen Einspruch zur OB Wahl ist und die aus meiner Sicht nunmehr wichtigste kommunalpolitische Frage in Bruchsal:

Wird es eine Wiederholung der Kommunalwahlen geben (müssen)???

Aber selbstverstaendlich alles der Reihe nach.

Sie erinnern sich sicherlich an die Frage ob möglicherweise mein Briefgeheimnis verletzt wurde, als verschiedene Personen einen Brief des Kandidaten Hartmann -an mich persönlich adressiert- im Internet veröffentlichten bzw. per e-mail an den kompletten Bruchsaler Ortsvorstand einer großen Volkspartei verteilten.

Ich habe die betreffenden Personen direkt angesprochen bzw. angeschrieben, das Echo war sehr geteilt.

Im Ergebnis ist festzuhalten, dass der Brief des Kandidaten Hartmann von seinem Wahlkampfmanager direkt an Hr. Hartmann selbst und einen nicht näher bestimmbaren Personenkreis per e-mail mit der Bitte um grösst mögliche Verbreitung versandt wurde.

WICHTIG zu wissen ist, dass diese e-mail versandt wurde, noch bevor Herr Hartmann den Brief in meinen Briefkasten eingelegt hatte.

So war es dann auch möglich, dass mich verschiedene Personen auf einen Brief ansprechen konnten, bzw. in Blogkommentaren einen Brief zitieren konnten, der mir selbst noch nicht bekannt war.

Nochmals, fragen Sie sich selbst wie Sie es empfinden würden, wenn ein an Sie gerichteter Brief in der Öffentlichkeit diskutiert werden würde, bevor Sie selbst diesen überhaupt gelesen haben…

Zwei der “Mailverteiler” sind mir nun bekannt und sind die Personen, die ich kontaktiert habe.

Mit der Beweislage konfrontiert hat sich einer der beiden Herren persönlich entschuldigt und versucht, den Fehltritt mit der heissen Phase des Wahlkampfes zu erklären.

Ich habe diese Entschuldigung ersteinmal akzeptiert und mich darüber gefreut, dass es noch Menschen gibt, die für gemachte Fehler die Verantwortung übernehmen und das Format haben, sich zu entschuldigen.

Der andere Herr, Vorsitzender einer grossen Volkspartei, tat nichts dergleichen, sondern verbat sich weitere “Belästigungen”.

Ich habe meine Schlüsse aus dem Verhalten dieses Herrn jedenfalls gezogen, Sie sollten das Gleiche tun.

Diese “Briefepisode” ist für mich das übelste Beispiel dafür, wie unredlich der OB Wahlkampf in Bruchsal von manchen Seiten geführt wurde.

Nun zum Thema “Schlammschlacht” und “Aufreissen von Gräben”:

Wer mein Weblog von Anfang an verfolgt hat bzw. jetzt liest, OHNE die Kommentare anzusehen, wird problemlos zu dem Schluss kommen können, dass nicht ich für die Exzesse verantwortlich war, sondern verschiedene der Personen, die ihre Kommentare jeweils unzensiert und ungeprüft, abgegeben haben. Mir dies nun persönlich anlasten zu wollen zeugt wiederum einfach nur von schlechtem Stil und großer Voreingenommenheit.

Ich habe ganz bewusst eine unzensierte Plattform geboten, an der sich einige wenige Personen mit übelsten Kommentaren und unfundierten Aussagen ausgetobt haben. Anhand der IP Adressen der schreibenden “Kommentatoren” und der Tatsache, dass deren e-mail Adressen allesamt gefälscht waren, konnte der Kreis der “Meinungsmacher” jedoch auf etwa 10 reduziert werden.

An einem Punkt war dann auch mir klar, dass ich die Kommentare sperren musste, um diesen Leuten keine Plattform mehr zu bieten.

Sogar nach dem Wahltag erhielt ich sehr ausführliche Kommentare zum Blog, behielt mir jedoch vor diese erst dann freizuschalten, wenn die Verfasser wenigstens mir bekannt waren. Meine Autorenanfragen an die genannten e-mail Adressen kamen allesamt als unzustellbar zurück.

Man agitierte also lediglich, statt im vernünftigen Dialog politische Auffasungen zu diskutieren. Ich jedenfalls -und viele meiner Unterstützer ebenso- standen und stehen öffentlich hinter unseren Aussagen.

Insofern empfand ich die subtilen Hinweise auf “Schlammschlachten und Aufreissen von Gräben durch Blogs etc.” mancher Verantwortungsträger in der Bruchsaler Verwaltung, Politik und Medienlandschaft mehr als unangebracht, da Sie offensichtlich und auch durchschaubar an die falschen Adressaten gerichtet waren.

Thema Einspruch zur OB Wahl...

Gibt es hierzu eigentlich neue Informationen aus dem Rathaus oder der örtlichen Presse? Bis heute Abend, dem 4.8. um 23.00h habe ich nichts gehört… Meine einzige Frage in diesem Zusammenhang lautet einfach nur:

“Warum dauert eine endgültige Klärung so lange?” Immerhin fragen sich über 16.000 Bruchsaler Wähler, ob sich ihre Stimmabgabe tatsächlich gelohnt hat.

Was die möglicherweise zu wiederholende Kommunalwahl in Bruchsal angeht, so verweise ich Sie an dieser Stelle auf meinen nächsten Eintrag im Weblog, da ich hierzu neue Informationen erhalten habe, die ich erst einmal sichten und verarbeiten muss. Aber wie die Dinge stehen bin ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mindestens so aktuell wie die BNN. Sie dürfen also gespannt sein…

Mindestens so gespannt wie auf den Bericht der Bruchsaler Rundschau morgen früh (am 5.8.) zum Thema “Der Hartmann Wahlkampf der CDU in Bruchsal” oder so ähnlich… – Aus gut unterrichteten Kreisen verlautete, dass Herr Streib sich des Themas im Anschluss an die Veröffentlichung eines Dokumentes nun doch annimmt, nachdem er aus dem wohlverdienten Wahlkampfurlaub zurück ist.

Herzlichst

Ihr

Jochen Wolf

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2 Antworten

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  1. Wilfried Merkle said, on 7. August 2009 at 5:20 pm

    Diese Plattform stellt in der Tat eine Bereicherung im Hinblick auf Informationsgewinnung dar.
    Die meiner Meinung nach fachlich nicht gerade hochwertig besetzte Lokalredaktion der BNN versagt hier gänzlich.
    Entweder sie berichtet plump einseitig oder gar nicht.
    Die Zeitung ist meines Erachtens das Papier nicht wert auf dem sie gedruckt ist (mit Ausnahme der Anzeigen und der Werbung, welche ihr ja letztlich die Daseinsberechtigung geben dürften).
    Ergo sollte sich der Blog hier unbedingt als Informationsforum etablieren, um die Inhalte bzw. auch die fehlenden Inhalte der Lokaljournalie zu kompensieren.

  2. Michael said, on 6. August 2009 at 2:11 pm

    Respekt Dr. Wolf!
    Was Sie in den letzten Wochen in der Bruchsaler Kommunalpolitik bewegt und erreicht haben ist schon erstaunlich.
    All die Fragen, die Sie mit Ihren ersten bis zu den letzten Blogeintraegen diskutiert haben wurden -nachdem man Sie der Lüge bezichtigte- allesamt nach häufig langem Zögern- beantwortet. Ich nenne hier nur beispielhaft:

    Nominierungsprozedere der CDU wurde durch Hr. Bühler bestätigt,
    Herr Hartmann legte am Ende einen Lebenslauf vor, der Ihre Vermutungen vollumfänglich bestätigte,
    der Einsatz einer strategischen Wahlkampforganisation -zuerst bestritten- bestätigtigte sich ebenfalls
    UND zu guter Letzt sprechen Sie und Ihr Kollege Rolf in Ihren Blogs Themen an, denen sich das Lokalblättle BNN viel zu lange verweigerte.
    Dass Sie am Dienstag Abend in Ihrem Blog die Themen Einspruch zur Wahl und “Kommunalwahl / Kandidat Scherbell” ansprechen und dann am Donnerstag Herr Streib in den BNN diese Themen endlich aufgreift, ist sicherlich eine umfassende Bestätigung Ihres Tuns.
    Weiter so!
    Ich jedenfalls lese lieber Ihren Blog (und auch die anderen zu Bruchsaler Themen) als den Lokalteil der BNN.
    Bleibt zu hoffen, dass in Zukunft viele Bürger Zugang zum Internet haben, dann wird sich sicherlich einiges ändern, zum besseren für Bruchsal und die politische Kultur in dieser Stadt.


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